Ein Business Jet ist ein Flugzeug, das dafür ausgelegt und zugelassen ist, wenige Passagiere von Punkt zu Punkt zu befördern — nach dem Zeitplan der Passagiere, nicht dem einer Fluggesellschaft. Den Begriff verwenden alle: Gulfstream, Bombardier, Dassault und Textron verkaufen Business Jets, FAA und EASA lassen sie zu, und in der Flottenliste eines Betreibers heißen sie genauso — ob an Bord ein Vorstand sitzt oder eine Familie auf dem Weg zum Skifahren.
„Privatjet" beschreibt exakt dasselbe Flugzeug von der Kundenseite aus. Es gibt keine Zulassung, keine Größenschwelle und kein Kabinenmerkmal, das die eine Maschine zum Business Jet und die andere zum Privatjet macht — die Wörter unterscheiden sich darin, wer spricht, nicht darin, was fliegt. „Corporate Jet" grenzt es leicht ein und meint meist ein firmeneigenes statt eines gecharterten Flugzeugs; „Bizjet" ist das Branchenkürzel.
Was Flugzeuge wirklich unterscheidet, ist die Klasse. Ein Very Light Jet bringt vier Passagiere 1.200 nm weit; ein Ultra-Langstreckenjet vierzehn Passagiere 7.000 nm weit und kostet rund das Vierfache pro Stunde. Dazwischen liegen die Klassen leicht, midsize, super-midsize und heavy sowie die Bizliner — Verkehrsflugzeugzellen mit privater Kabine. Turboprops sind gar keine Jets, konkurrieren aber um dieselben kurzen Strecken und werden über dieselben Betreiber verkauft.
Business Jets gehören in der Regel nicht denen, die darin fliegen. Die meisten Charterflugzeuge gehören einem Eigentümer, der das Kennzeichen bei einem Part-135-Betreiber einbringt: Der Betreiber hält das Zertifikat, beschäftigt die Crew und verkauft die freien Tage. Deshalb kann dieselbe Maschine sehr unterschiedliche Preise nennen, je nachdem, wo sie steht und was der Betreiber als Nächstes mit ihr vorhat — ein Business Jet, der schon in der Nähe Ihres Abflughafens steht, rechnet sich ganz anders als einer, der leer anfliegen muss.
Die Yond-App listet über 4.900 echte Flugzeuge mit Fotos, Baujahr, Reichweite und Geschwindigkeit, zeigt, wo jedes zuletzt gesehen wurde, und zerlegt jede Schätzung in Kostenszenarien pro Kennzeichen.