Vorfeld- und Abfertigungsgebühren sind die Entgelte, die ein FBO für die Beherbergung eines Flugzeugs erhebt: Vorfeld- (oder Park-)Gebühren für die Belegung von Fläche auf seinem Vorfeld, Abfertigungsgebühren für das Einweisen, Schleppen, Treppen, Gepäck und den Toiletten-Service sowie Anlagen- oder Infrastrukturgebühren, die manche Flughäfen pro Bewegung hinzufügen. Es sind Bodenentgelte des Flughafendienstleisters, getrennt vom Flugpreis des Betreibers, und sie existieren, weil FBO-Grundstücke an begehrten Flughäfen teuer sind und das Kernprodukt des FBO — Treibstoff — nicht bei jedem Stopp gekauft wird.

Typische Werte skalieren mit der Flugzeuggröße und dem Prestige des Flughafens. Ein Light Jet, der bei einem FBO im mittleren Marktsegment landet, sieht vielleicht 100–400 $; ein Midsize an einer Anlage in einer Großstadt 300–750 $; ein Heavy Jet an einem erstklassigen FBO in New York, Südflorida oder Los Angeles 500–1.500 $ pro Besuch. Übernachtungsparken fügt je nach Größe und Markt 100–1.000 $ pro Nacht hinzu. Event-Zeiträume schreiben das Tarifblatt komplett um — Super-Bowl- oder F1-Wochenenden bringen verpflichtende Abfertigungspakete und reserviertes Vorfeld, die mehrere tausend Dollar kosten können. Der branchenübliche Ausweg: Gebühren werden bei einer Mindest-Treibstoffabnahme erlassen, üblicherweise 150–400 Gallonen je nach Flugzeuggröße. Da FBOs Treibstoff mit einem satten Aufschlag bepreisen, ist der Erlass in Wahrheit eine Umverpackung — die Gebühr versteckt sich im Treibstoffpreis —, aber für eine Crew, die ohnehin Treibstoff brauchte, ist es eine echte Ersparnis.

Für den Charterkunden treffen diese Gebühren als durchgereichte Posten auf der Endrechnung ein, meist bescheiden, aber gelegentlich überraschend: Ein Tag mit drei Stopps kann still und leise 1.000 $+ an Bodenentgelten anhäufen, und eine Reise am Event-Wochenende deutlich mehr. Das Gebührenrisiko ist einer der Gründe, warum erfahrene Betreiber FBOs gezielt auswählen — an Flughäfen mit mehreren FBOs wie Teterboro oder Van Nuys kann die Wahl der günstigeren Anlage auf der anderen Vorfeldseite Hunderte sparen, ohne dass sich Ihr Erlebnis ändert. Bei kostensensiblen Reisen ist es völlig legitim, den Betreiber zu fragen, welcher FBO geplant ist und ob ein günstigerer funktioniert; manchmal ist die Antwort ein Fünf-Minuten-Unterschied bei der Fahrzeugroute.

Zwei Klarstellungen halten die Rechnung lesbar. Vorfeldgebühren sind keine Landegebühren — Landegebühren gehen an die Flughafenbehörde für die Nutzung der Startbahn (in den USA für Light Aircraft oft geringfügig, in Europa erheblich, wo die Abfertigung an vielen Flughäfen ebenfalls verpflichtend ist und 500–2.000 $ Gesamtbodenkosten pro Stopp nichts Ungewöhnliches sind). Und Betreiber reichen FBO-Entgelte generell zum Selbstkostenpreis durch — die Gebühr ist kein Umsatz des Betreibers, sodass ein Streit darüber mit dem Betreiber auf die falsche Partei zielt. Wenn die Bodenrechnung wichtig ist, ist es ein Gespräch über Routenführung und FBO-Auswahl vor der Reise, kein Rechnungsstreit danach.

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